Zum Sehen geboren,
Zum Schauen bestellt,
Dem Turme geschworen,
Gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
Ich seh in der Näh,
Den Mond und die Sterne,
Den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
Die ewige Zier,
Und wie mirs gefallen,
Gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
Was je ihr gesehn,
Was je ihr gesehn,
Es sei wie es wolle,
Es war doch so schön!
J. W. Goethe, Gedichte (Auswahl und Einleitung von Stefan Zweig), Ph. Reclam, Stuttgart, 1981, p. 229

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